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PRESSEINFORMATION – Trier, 11.02.2025

Preisindex für Kautionsversicherungen Q4/24: Stabilisierung zum Jahresende

Leichter Preisrückgang // Exklusive Marktübersicht durch Deutschlands führenden Kautionsdienstleister gracher // Alfons-Maria Gracher: „Die Prämien werden auf diesem Niveau bleiben.“

Zum Jahresende 2024 zeigen sich die Konditionen für Neuverträge von Kautionsversicherungen bemerkenswert stabil. Die Preissteigerungen, die insbesondere ab dem 2. Quartal zu beobachten waren, wurden im 4. Quartal 2024 ausgesetzt. Tatsächlich war sogar eine leichte Preissenkung zu beobachten. Dies zeigt die Auswertung des Jahresschlussquartals 2024 des gracher Kautionspreisindex (gracher KPI). Der gracher KPI wird seit nunmehr fünf Jahren quartalsweise von gracher, Deutschlands führendem Kautionsdienstleister, erhoben.

Diesmal sind 96 Neuverträge mit einem Volumen von 100.000 bis 10 Millionen Euro eingeflossen. Auf das Gesamtjahr betrachtet wurden 2024 mit insgesamt 334 so viele Neuverträge bei gracher erfasst wie noch nie seit Beginn des gracher KPI Anfang 2020. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es insgesamt erst 126 Verträge. „Die deutliche Zunahme der Neuverträge zeigt nicht nur, dass wir bei gracher unsere führende Marktstellung gefestigt und ausgebaut haben, sondern auch die wachsende Bedeutung von Kautionsversicherungen für die deutsche Wirtschaft“, sagt gracher-Gründer und Geschäftsführer Alfons-Maria Gracher.

Bemerkenswert – und gegen den Trend – ist ein leichter Rückgang der Prämien. Durchschnittlich betrug der Preis nur noch 1,39 Prozent gegenüber 1,51 Prozent im Vorquartal. Die Ausfallwahrscheinlichkeit und die Ratinganforderung blieben dabei unverändert. In der Vergangenheit hatte es zwar immer wieder Preisschwankungen gegeben, doch durch die Verschärfung der Ratinganforderungen kam dies einer impliziten Preiserhöhung gleich. Denn die gleiche Prämie musste nun für ein besseres Rating bezahlt werden.

Alfons-Maria Gracher sieht aber in der Preissenkung keine Trendwende: „Die konjunkturellen und teils strukturellen Belastungen in Teilen der deutschen Wirtschaft sind weiterhin hoch. Das zeigt sich auch in den Ausfallquoten der Versicherer – das lässt keinen Spielraum für Preissenkungen.

Aber auch eine weitere deutliche Preisanhebung erwartet er nicht. „Die Versicherer haben ihren ‚Sweet Spot‘ offenbar erreicht. Solange sich die Wirtschaftslage nicht deutlich verändert, dürften die Preise auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Dafür sorge auch der Konkurrenzdruck innerhalb des Kautionsversicherungsmarkts. „Wir beobachten, dass einige Versicherer auch im Bestandssegment die Preise erhöhen möchten. Anders als die Neuverträge sind die Konditionen im Bestand in den vergangenen Jahren bemerkenswert preisstabil geblieben. Doch da zieht niemand mit, auch wenn die Ausfälle manchem sicher wehgetan haben dürften.

Ein genauer Blick in die gracher-KPI-Daten zeigt: Die Preissenkung gab es nur im Standardsegment – von 1,45 auf jetzt 1,19 Prozent. Anders als im aussagekräftigeren Individualgeschäft wird hier nur eine relativ einfache Bonitätsprüfung vorgenommen. Im Individualgeschäft hingegen ist die Prämie nur minimal gesunken (1,52 Prozent vs. 1,53 Prozent). Das Standardgeschäft hat nur einen geringen Anteil an den gesamten, vom gracher KPI erfassten Transaktionen.

Finanzierung langfristig sichern

Unternehmen sollten trotz der aktuellen Stabilisierung aktiv werden. Denn niemand weiß, welche politischen Veränderungen in den USA auf uns zukommen und wie sich diese auswirken werden. Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass wir immer auf exogene Schocks vorbereitet sein sollten.

Alfons-Maria Gracher warnt zudem: „Die momentane Wirtschaftsschwäche könnte sich noch länger hinziehen. Wir hatten nach der globalen Finanzkrise 2008/9 eine deutlich längere Wachstumsphase als in früheren Zyklen. Darum sollten wir einkalkulieren, dass auch die Rezession länger andauern könnte.

Er empfiehlt darum dringend, die Finanzierung langfristig abzusichern. „BaW-Linien könnten gekürzt werden, wenn man es am wenigsten braucht“, betont Gracher. „Mit beispielsweise einem Konsortialvertrag hingegen festigen Unternehmen ihre Finanzierung über mehrere Jahre. Das gibt Sicherheit in der Liquiditätsplanung.

Als 360°-Finanzierungsspezialist unterstützt gracher Unternehmen nicht nur bei Kautionsversicherungen, sondern auch bei Bausteinen wie Kreditversicherungen, Factoring und Unternehmensfinanzierungslösungen wie Debt Advisory, Mezzanine und mehr.

Zum Gracher Kautionspreisindex:

Der KPI erfasst seit fünf Jahren die vierteljährliche Prämien- und Ratingentwicklung anhand von zahlreichen Neuverträgen über Kautionsversicherungen. Im 4. Quartal 2024 sind 96 Neuverträge in die Daten eingeflossen. Diese Daten liegen gracher, mit einem durchschnittlichen Marktanteil von rund 50 Prozent im gesamten Neugeschäft die klare Nummer 1 im Kautionsversicherungsmarkt, exklusiv vor. In den gracher-KPI fließen bewusst nur Kreditzusagen von 100.000 bis 10 Mio. Euro ein, denn zu kleine oder einzelne große Kreditzusagen könnten das Gesamtergebnis zu sehr beeinflussen.

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